Montag, 15.Oktober 2018

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Buchlesung und Gespräch mit den Autoren Roswitha Quadflieg und Burkhart Veigel

"Frei"

Roswitha Quadflieg und Burkhart Veigel werfen in ihrem aktuellen Roman „Frei“ einen spannenden Blick auf das Ende der DDR, rückblendend auf zeitgeschichtliche Ereignisse in den frühen Jahren nach dem Mauerbau und auf die Wirkungen des Kalten Krieges und schließlich der Wiedervereinigung - bis in die Gegenwart.
Dabei halten sie sich zum einen konzise an die historische Fakten und erdenken darüber hinaus eine romanhafte Handlung, die dem Historischen eine neue narrative Qualität gibt. „Frei“ ist ein temporeich und mitreißend erzähltes Buch, das die Frage nach individueller Verantwortung angesichts der politischen Umwälzungen stellt – damals wie heute.

Wann: Dienstag, 23. Oktober 2018, 18:30 Uhr
Wo: Evangelisches Augustinerkloster, Augustinerstraße 10, 99084 Erfurt

Seminar 

„Feindberührung“ Aufarbeitung – Versöhnung?

Der Verrat Hartmut Rosingers als IM „Hans Kramer“ brachte dem Magdeburger ESG-Mitglied Peter Wulkau vier Jahre und sechs Monate Haft in DDR-Gefängnissen ein. 30 Jahre später treffen sich die beiden wieder und trauen sich, einen aufrichtigen Blick in das wahre Leben des anderen zu werfen. Eine Zeit wird lebendig, in der das Ministerium für Staatssicherheit sein IM-Netz in jedem Winkel der sozialistischen Gesellschaft knüpfte. Seit 2006 stellen sich beide ihrer Vergangenheit in Schülerprojekten. Seit 2011 gibt es den Dokumentarfilm „Feindberührung“. Das Seminar führt die beiden erstmalig an die damaligen Orte zurück. (Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg, ESG). Ein Seminar für alle zeitgeschichtlich Interessierten. Besonders eingeladen sind ehemalige ESG-Mitglieder und Magdeburger Weggefährten. Weitere Informationen zum Ablauf der Tagung finden Sie hier

Wann: 26. / 27. Oktober 2018
Wo: Roncalli–Haus, Max-Josef-Metzger-Straße 12 / 13, 39104 Magdeburg

Vortrag mit Dr. Anke Geier

Die Isolierungs- und Internierungslager im Bezirk Suhl

Nach dem Volksaufstand des 17. Juni 1953, dem sogenannten „Tag X“, befürchteten die Staatspartei SED und die Staatssicherheit der DDR neuerliche Aufstände. Den Aufruhr der eigenen Bevölkerung in inneren Spannungsperioden, aber auch im Fall der Mobilmachung im Kriegsfall, sollten detailliert ausgearbeitete Pläne verhindern. Eine wichtige Aufgabe der Staatssicherheit der DDR wären „Vorbeugemaßnahmen“ gewesen: missliebige Bürger wären im Ernstfall rasch in bestimmten Gebäuden und Lagern vom Rest der Bevölkerung isoliert worden. Nach dem Stand von 1988 wären im Bezirk Suhl 196 Personen isoliert worden.

Der Vortrag, der im Rahmen der BStU-Vortragsreihe „Geschichte lesen“ stattfindet, beleuchtet den „Vorbeugekomplex“ der Staatssicherheit anhand von Quellenfunden. Es wird auf die zu isolierende Personengruppe und die Orte der Isolierung und Internierung (ausländische Bürger wären im Mobilmachungsfall inhaftiert worden) im Bezirk Suhl eingegangen. Über die Bedeutung der sogenannten Kreis- und Bezirkseinsatzleitung und ihre Rolle in der „Mobilmachungsarbeit“ wird ebenso informiert.

Wann: Dienstag, 30. Oktober 2018, 16:00 Uhr - 19:00 Uhr 
Wo: BStU-Außenstelle Suhl, Weidbergstraße 34, 98527 Suhl

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Interaktive Karte
Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

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