Dienstag, 2.Juni 2015

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Ein wichtiger Aspekt der friedlichen Revolution war die Öffentlichmachung und Aufarbeitung der kommunistischen Verbrechen. Einen maßgeblichen Anteil daran hatten etwa der Bund der Zwangsausgesiedelten und die Initiativgruppe Buchenwald 1945-1950, die sich früh im Zuge der friedlichen Revolution bildeten.

Am 26. Mai 1990 gründete sich schließlich der Thüringer Landesverband der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS). Von der Gründungsversammlung in Gotha berichtete die Tageszeitung u.a.: „Die schonungslose Aufklärung sozialistischer Verbrechen ist und bleibt die Herausforderung unserer Tage, so die Meinung des Verbands. Jeder, der heute versuche, sich dem entgegenzustellen, sei daher nicht nur moralisch zu verurteilen, sondern pervertiere das neugewonnene demokratische Gedankengut. Der VOS Thüringen protestiert daher energisch gegen Versuche, durch ein sogenanntes ‚Amnestiegesetz’ die Vergangenheit aus der Welt zu schaffen.“

Der VOS e.V. war 1950 in Berlin (West) von ehemaligen Häftlingen der sowjetischen Internierungslager gegründet worden und hat die Interessen der Opfer der SED-Diktatur in der Bundesrepublik vertreten. Vor 25 Jahren wurde dann auch in Thüringen ein Landesverband gegründet. Folgende Forderungen machte sich der Thüringer VOS auf seiner Gründungsversammlung zu eigen:

"Der Quellenwert der Stasi-Akten für die zeitgeschichtliche Forschung" 

25 Jahre nach dem politischen und gesellschaftlichen Umbruch scheint sich die Diskussion um die Zukunft der Hinterlassenschaften des Staatssicherheitsdienstes – meist einfach als Stasi-Akten bezeichnet – wieder zu verstärken. Die Frage nach der Aktualität dieser Akten stellt sich nach Meinung von Josef Pilvousek in zwei Richtungen. Zum einen wird argumentiert, dass nach so langer Zeit einfach einmal ein Schlussstrich gezogen werden müsste. Zum anderen wird angemerkt, dass für die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Probleme kaum Antworten in den Akten eines Geheimdienstes zu finden seien, und zudem wären bei deren Interpretation ja auch unterschiedliche Urteile möglich. So fordert man beispielsweise das Ende der Bundesbehörde BStU und der Akteneinsicht, hebt die vermeintlich großen finanziellen Aufwendungen hervor, vergleicht die Stasi mit anderen Geheimdiensten und relativiert sie damit, um schließlich den gesellschaftlichen Frieden zu beschwören, der durch die Zerstörungskraft der brisanten Akten gefährdet sei. Diese Argumentationsketten, so Pilvousek, sind trotz ihrer Popularität problematisch, weil sie zu kurz greifen. Genau hier setzt die Vortragsreihe an – und stellt den Quellenwert dieser Akten für die zeitgeschichtliche Forschung anhand anschaulicher Beispiele heraus.

 

Wo: 

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Collegium maius, Michaelisstraße (gegenüber der Michaeliskirche), 99084 Erfurt

Termine:

Mittwoch, 27.05.15, 18:00 Uhr: Dr. Josef Pilvousek 
„20 Jahre Forschung in MfS-Akten“

Dienstag, 16.06.15, 18:00 Uhr: Dr. Reinhard Buthmann
„MfS an Thüringer Universitäten – am Beispiel der TH Ilmenau“

Mittwoch, 22.07.15, 18:00 Uhr: Dr. Hanna Labrenz-Weiß
„Die Herrschaft im Alltag am Beispiel der MfS-Kreisdienststelle Nordhausen“

Mittwoch, 16.09.15, 18:00 Uhr: Dr. Torsten Müller
„Stasi im Dorf. Die geheimpolizeiliche Überwachung einer Eichsfeld-Gemeinde im Sperrgebiet“

Mittwoch, 14.10.15, 18:00 Uhr: Dr. Douglas Selvage
„Die AIDS-Verschwörung“

Dienstag, 10.11.15, 18:00 Uhr: N. N.
N. N. 

Dienstag, 08.12.15, 18:00 Uhr: Dr. Matthias Wanitschke
„Quellen-Zeitzeugen-Projekte unter Nutzung von MfS-Akten“

 

Das vollständige Programm ist hier als Download verfügbar. 

 

Mehr als 25 Jahre nach dem Mauerfall streiten ehemals politisch Verfolgte noch immer um einen angemessenen Umgang mit den Folgeschäden der SED-Diktatur.Verborgene WundenMit den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen wurde der erste Schritt zur Aufarbeitung vollzogen. Dennoch üben zahlreiche Opferverbände Kritik an zu geringen Rentenzahlungen, Defiziten in den Anerkennungsverfahren von haft- und verfolgungsbedingten Gesundheitsschäden und gesellschaftlichen Verharmlosungstendenzen und fordern Nachbesserungen.

Im vorliegenden Buch wird eine umfassende Einordnung der Spätfolgen politischer Traumatisierung in der ehemaligen DDR vorgenommen. Namhafte Expertinnen und Experten äußern sich zu Problemen in der aktuellen Begutachtungspraxis psychischer Traumafolgestörungen sowie zu Besonderheiten der Behandlung im Bereich psychoanalytischer Therapie, Verhaltenstherapie und alternativer Traumatherapiemethodik. Erstmals werden auch die Auswirkungen politischer Verfolgung auf die Familie und die Nachkommen der Opfer in den Fokus der Betrachtung gerückt.
Mit Beiträgen von Karl-Heinz Bomberg, Doris Denis, Ruth Ebbinghaus, Alexandra Evers, Jörg Frommer, Bettina Kielhorn, Stefanie Knorr, Erika Kunz, Frank-Dietrich Müller, Freihart Regner, Carsten Spitzer und Stefan Trobisch-Lütge

 

Die Herausgeber Stefan Trobisch-Lütge und Karl-Heinz Bomberg können Sie im Rahmen einer Buchlesung zu folgenden Terminen kennenlernen: 

13.03.15: Leipzig, Buchmesse
28.03.15: Berlin, UOKG- Treffen
28.04.15: Berlin, Gedenkbibliothek
08.05.15: Würzburg, Arbeitstagung
09.05.15: Aschaffenburg, Arztpraxis
28.05.15: Cottbus, Menschenrechtszentrum
02.06.15: Berlin-Mitte, DDR-Museum
13.06.15: Berlin, IPU, Lange Nacht der Wissenschaften
04.07.15: Nienborstel, Heuboden-Event
20.08.15: Perleberg, DDR-Museum
15.09.15: Berlin, IES
02.10.15: Berlin, Pfarrkirche
03.10.15: Berlin, DGPT-Kongress
16.10.15: Frosinone, Italien
18.11.15: Berlin, ev. Gemeinde Hellersdorf

Am vergangenen Freitagmorgen ist Josef Kistner im Alter von 78 Jahren verstorben, heute fand seine Beerdigung in Holungen statt. Der Landesbeauftragte bedauert den unerwarteten Tod und erinnert an Josef Kistner, der sich in seiner Tätigkeit als Umweltaktivist dem SED-Regime widersetzte und mit seiner Forschungstätigkeit maßgeblich zur Aufarbeitung der Umweltsünden der ehemaligen DDR beitrug.   

Diesbezüglich berichtete heute auch die TLZ: Jahrelang hatte Josef Kistner an einer Dokumentation des zähen Ringens um die Rettung von Holungen gearbeitet, die er schließlich im vorigen Jahr in Form des Buches „DDR-Umweltdrama – Kampf um ein Eichsfelddorf“ präsentieren konnte, das zahlreiche Dokumente darüber enthält, wie Holunger Bürger seit den 70er Jahren bis zur Wendezeit gegen die Verfüllung des Bodetales durch die wachsende Abraumhalde des Bischofferöder Kaliwerkes anrannten. Kistner, damals Leiter der Elektroabteilung des Zementwerkes Deuna, organisierte als Kopf einer Bürgerinitiative zusammen mit der Kulturbund-Ortsgruppe maßgeblich den mutigen Widerstand gegen diese geplante Maßnahme, die eine Überflutung Holungens hätte zur Folge haben können, da sich der 1979 unter der Halde gebaute Tunnel für die Bode als unsicher erwies. Zudem waren ungünstige klimatische Veränderungen für den Ort zu befürchten. Die Rettung kam dann durch Mauerfall und DDR-Auflösung. Mitte der 90er Jahre erfuhr Kistner, dass er auf einer Internierungslager-Liste der Stasi gestanden hatte. Lesen Sie hier den vollständigen Artikel auf tlz.de.

Mit seinen Werken hat Schriftsteller Reiner Kunze die gesamtdeutsche Literaturlandschaft in einzigartiger Weise geprägt. Hierfür wurde er am 9. Mai 2015 von der Hanns-Seidel-Stiftung in München mit dem Franz Josef Strauß-Preis ausgezeichnet. 
In der Rede zu seiner Auszeichnung geht Reiner Kunze explizit auf die Verhängung von Todesurteilen durch das SED-Regime ein und gibt Beispiele, die einen ideologischen Haß widerspiegeln, der durch nichts in Schranken gewiesen wurde. So spricht Kunze beispielsweise den Fall Manfred Smolka an, der wegen seiner Flucht nach West-Deutschland als 29-jähriger am 11. Juli 1960 enthauptet wurde. 
Weitere Hintergrundinformationen zum Fall Manfred Smolka und wie das SED-Regime versuchte, solche Exekutionen zu vertuschen finden Sie in diesem Beitrag des mdr.  

Die vollständige Rede von Reiner Kunze zu seiner Auszeichnung finden Sie hier. 
Lesen Sie hier mehr zur Preisverleihung auf der Webseite der Hans-Seidel-Stfitung. 

 

 

Der ehemalige Leichtatlet Volker Heinrich verstarb am 5. Mai 2015. In der letzten Zeit hatte er deutlicher auf sein Leiden infolge des DDR-Dopings aufmerksam gemacht. Von seiner Geschichte als politisch Verfolgter ist im Buch von Ellen Thiemann: "Wo sind die Toten von Hoheneck?"einiges zu lesen. Die Geschichte von Sylvia Oschem ("Arbeit verweigert, in Wasserzelle gesperrt") und Volker Heinrich wurde hier in der 2. Auflage (2014) eingefügt. Die technische Zeichnerin Sylvia Oschem und der Berliner Langstreckenläufer Volker Heinrich waren unabhängig voneinander wegen Republikflucht 1974 bzw. 1975 an der Grenze nach West-Berlin verhaftet worden. Sylvia Oschem wurde im Frauenzuchthaus Hoheneck inhaftiert und Volker Heinrich in der Haftanstalt Cottbus. Erstmals begegneten sie sich im April 1976 im Bus, der die freigekauften politischen Häftlinge aus der Abschiebehaft in Karl-Marx-Stadt nach Gießen brachte. Später trafen sie sich wieder und 1982 heirateten sie in Mainz. Im Jahr 2005 zogen Sylvia und Volker Heinrich in Sylvias alte Heimat in den Thüringer Wald. Volker Heinrich litt an Leberzirrhose. Er wurde mehrfach operiert. Ein Transplantationschirurg in Hamburg öffnet ihm die Augen und sagte zu ihm: "Du bist nicht der einzige. Ich habe noch mehr von denen, die mal Hochleistungssport gemacht haben. Die gleichen Symptome." und Volker Heinrich beschrieb vor einigen Wochen sein Leiden: "Da ging der Rhythmus dann los.Ich bin dann berentet worden und stehe heute auf der Transplantationsliste." (MDR Exakt am 7. Januar 2015). Er wird am 16. Mai in seiner neuen Heimat beerdigt. Sein Tod berührt uns!

Die Vorsitzende des Vereins Doping-Opfer-Hilfe, Ines Geipel, fragte den Thüringer Sportbund nach dem Tod von Volker Heinrich an, was der LSB für die Sportler, die politisch verfolgt oder mit Doping-Folgeschäden in Thüringen leben, getan hat. Lesen Sie den Artikel auf Thüringer Allgemeine Online vom 11.05.2015.

25 Jahre nach dem Ende des kommunistischen Regimes von Enver Hoxha hat das albanische Parlament am 30.04.2015 mit 84 Ja-Stimmen bei 22 Gegenstimmen (ohne Enthaltungen) beschlossen, die Archive der ehemaligen Geheimpolizei „Sigurimi“ (Drejtoria e Sigurimit të Shtetit, dt. Direktion der Staatssicherheit) zu öffnen. Diese Entscheidung ist Ergebnis jahrelanger parlamentarischer Debatten. Eine Unterscheidung zwischen Betroffenen, Tätern und Dritten wird nicht vorgenommen. Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens jeder fünfte Albaner mit dem wohl grausamsten kommunistischen Geheimdienst Europas zusammenarbeitete. Auf das Konto des von Enver Hoxha eingesetzten Terrorapparates gehen mehr als 7.000 Ermordungen. Über 100.000 Albaner mussten in Arbeitslager, in denen viele den Tod fanden. Nach dem Sturz des Hoxha-Regimes wurde die Geheimpolizei aufgelöst, viele der Akten wurden bis 1997 vernichtet.


Der Umgang mit dem Diktaturerbe in Albanien wird auch Thema des 19. Bundeskongresses der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen sein. Das vollständige Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer

flyer ueberwundender Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit den Verfolgtenverbänden und Aufarbeitungsinitiativen.

pdf ThLA

 

Flyer jetzt ansehen

Der Abend mit Günter Grass und Johano Strasser in der Wohnung des Schriftstellers Frank-Wolf Matthies im November 1980 war heiß, auch wenn Günter Grass geschickt nur aus der auch in der DDR abonnierbaren rumänisch-deutschen Zeitschrift "Neue Literatur" las – einen kurz zuvor dort erschienenen Auszug aus "Kopfgeburten oder die Deutschen sterben aus". Wer hatte die Idee? Womöglich die Lektorin Krista Maria Schädlich, die Matthies zu Rowohlt und mich zum Ullstein Verlag brachte. Lesekreise und politische Grüppchen gab es mehrere in Ost-Berlin, bei Matthies war einiges anders. Der begnadete, liebevolle – und mitunter unausstehliche – Frank-Wolf wollte nicht nur die literarische Emanzipation von allen staatlichen Vorgaben, er betrieb nebenher auch die Verflechtung zur politischen Opposition hin. Neben DDR-Autoren wie Adolf Endler, Elke Erb oder Kurt Bartsch war auch Robert Havemann gelegentlicher Gast der Abende.

striche ziehenEine weißer Strich über die bunte Mauerseite in West-Berlin. Eine Kunstaktion, die 1986 mit einer folgenschweren Verhaftung enden sollte. Die Vorgeschichte spielt in der Weimarer Punkszene der 1980er Jahre, wo
kleine anarchische Freiräume gegen den staatlichen Normalismus verteidigt wurden: Macht aus dem Staat Gurkensalat! Mehr als dreißig Jahre später zeigt sich: es gab eine undichte Stelle. Ein Verrat steht plötzlich
im Raum. Die Folgen ziehen ihren perfiden Strich bis ins Heute. Freundschaften zerbrechen im Nachhinein. Der Film erzählt von der Spannung zwischen Subkultur und Diktatur. Es ist kein Strich unter die DDR zu ziehen.

www.deutsche-einheit-1990.de zeigt das Regierungshandeln aller 23 Ministerien

25 Jahre, nachdem die letzte und einzige frei gewählte DDR-Regierung am 12. April 1990 ihre Amtsgeschäfte aufgenommen hat, präsentierte die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin die erste multimediale Dokumentation der Regierungsarbeit. Die Webseite „Aufbruch und Einheit. Die letzte DDR-Regierung“ bietet umfassende Einblicke in die Arbeit der letzten DDR-Regierung und ihrer Protagonisten.

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Christian Dietrich (rechts) übergibt seinen Tätigkeitsbericht an Christian Carius (links)

Heute hat der Thüringer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Christian Dietrich seinen Tätigkeitsbericht an den Landtagspräsidenten Christian Carius überreicht. Erstmalig bezieht sich der Tätigkeitsbericht auf einen Zeitraum von zwei Jahren.

Eckpunkte des Berichts sind zum einen die Beratungstätigkeit des Landesbeauftragten sowie der Beratungsinitiative SED-UNRECHT, zum anderen die Aktivitäten des Landesbeauftragten im Rahmen politischer Bildung. Zahlreiche Statistiken, etwa zu der Akteneinsicht in die Stasi-Unterlagen oder zur Beratung von ehemaligen DDR-Heimkindern machen deutlich, dass die Aufarbeitung der SED-Diktatur bei Weitem nicht abgeschlossen ist.

„Das Erzählen über die DDR kann eine Chance sein.“ Das schreibt der Roland Jahn im Vorwort seines Buches „Wir Angepassten“.

"Mit hochbelastetem Personal ist Aufarbeitung nicht zu machen - diese Menschen demütigen und ignorieren die Opfer", ist Ines Geipel überzeugt. Die ehemalige DDR-Leistungssportlerin ist die Vorsitzende des Doping-Opfer-Hilfevereins. Sie prangert seit Jahren die stagnierende Aufarbeitung der Stasiverstrickung und des Dopings im DDR Sport an. Weder die Sportvereine und -verbände noch die Politik hätten ein Interesse an einer echten Vergangenheitsbewältigung.

25 Jahre … Eine Langzeit Dokumentation über die Entwicklung Ostdeutschlands von der ehemaligen DDR von 1990 bis heute.

Im Frühjahr 1990 nur wenige Monate nach dem Mauerfall und ein halbes Jahr vor der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 beschließt der Filmemacher und Kameramann Roland Blum seine Eindrücke der sich rasant verändernden DDR filmisch festzuhalten.

Dabei wird ihm klar, dass die DDR 1989 kurz vor dem ökologischen Zusammenbruch stand. Ein verschlissenes Land. Der Produktionswettlauf mit dem Westen hatte Altlasten und Sanierungsstaus in apokalyptischem Ausmaße entstehen lassen.

Auf der diesjährigen Geschichtsmesse in Suhl trafen sich am vergangenen Samstag Ministerpräsident Bodo Ramelow, DIE LINKE, und Rainer Eppelmann, Vorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, um unter anderem über die DDR als Unrechtsstaat zu diskutieren.

Welchen Stellenwert hat die Denunziation in einer Diktatur? Wie lässt sich das Phänomen beschreiben? Und wie vergleicht es sich durch verschiedene Systeme der neueren Geschichte? Diesen Fragen geht der neue Sammelband aus der Forschungsabteilung des Bundesbeauf-tragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) nach.

Am 14. Januar wird ein Feature auf MDR Figaro zu den geheimen Isolierungslagern der DDR ausgestrahlt. Dabei geht es unter anderem um die geplante Nutzung der damaligen Kreisdienststelle des MfS in Apolda.

Ist den Opfern der kommunistischen Diktatur in der DDR durch den bundesdeutschen Rechtsstaat Gerechtigkeit widerfahren? Dieser Frage widmeten sich Bundespräsident Joachim Gauck, der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Professor Hans-Jürgen Papier, und der Psychologe und Schriftsteller Jakob Hein in der Podiumsdiskussion „Recht und Gerechtigkeit – Der Umgang mit dem SED-Unrecht im vereinten Deutschland“ am 10. Dezember 2014 in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin.

Rede des Landesbeauftragten

4. Dezember: Erfurt - Petersberg 15:00

Mittwoch, 3. Dezember, 15 Uhr, Jakobskirche in Weimar,

Icon externer Link MDR-Interview Wir sind eine offene Gesellschaft

"Mit hochbelastetem Personal ist Aufarbeitung nicht zu machen - diese Menschen demütigen und ignorieren die Opfer", ist Ines Geipel überzeugt. Die ehemalige DDR-Leistungssportlerin ist die Vorsitzende des Doping-Opfer-Hilfevereins. Sie prangert seit Jahren die stagnierende Aufarbeitung der Stasiverstrickung und des Dopings im DDR Sport an. Weder die Sportvereine und -verbände noch die Politik hätten ein Interesse an einer echten Vergangenheitsbewältigung.

Erfurt, den 20. November 2014

Am 14.11. fand die 1. Lesung des Fünften Gesetzes zur Verbesserung rehabilitierungsrechtlicher Vorschriften für Opfer der politischen Verfolgung in der DDR statt.

Udo Scheer über Plauen
Rainer Eckert über Leipzig
Mittwoch, 10. Dezember 2014, 18:30 Uhr
in der Volkshochschule Jena
(Gebäude Grietgasse 17a, 07743 Jena)

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von Inga Wolfram

So nicht Genossen! Vier Frauen retten die Stasi-Akten

ARD Das Erste Sonntag, 30.11.2014 17:30 – 18:00 (30 Min.)

Weimar: Dienstag, 25.11.2014, 19.00 Uhr, Café-Restaurant "Divan"
Gäste: Rudolf Keßner, Christine Schild
Moderation: Stephan Schack

Gera: Mittwoch, 26.11.2014, 19.00 Uhr, Museumsstuben im Ferberschen Haus
Gäste: Gabriele Damm, Michael Stolle
Moderation: Stephan Schack

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)
Postfach 90 04 55
99107 Erfurt

E-Mail:  info@thla.thueringen.de
Fax: 0361 37-71952
Tel: 0361 37-71951

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Bundesstiftung Aufarbeitung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

Freiheit Einheit

25 Jahre Freiheit und Einheit Deutschlands
Neues Internetangebot der Bundes-regierung zu Friedlicher Revolution und Wiedervereinigung:

www.freiheit-und-einheit.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de