Donnerstag, 23.November 2017

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Laut insuedthueringen.de plant Thüringen eine Bundesratsinitiative für DDR-Opfer. Damit soll geändert werden, dass Menschen, die in der DDR verfolgt wurden, nur noch bis 2019 ein Recht auf Rehabilitierung haben. Diese Entfristung fordern Opferverbände und Landesbeauftragter schon seit längerem. In Thüringen gab es im ersten Halbjahr 2017 über 150 neue Reha-Anträge zu den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen.

Im aktuellen Tätigkeitsbericht des ThLA heißt es dazu:  „Immer wieder wurden die Verlängerung der Antragsfristen zur Rehabilitierung, die ungenügenden Entschädigungsleistungen nach StrRehaG, VwRehaG und BerRehaG und die Berücksichtigung „nicht im Blick gewesener Opfergruppen“ (Dopingopfer, Anti-D geschädigte Frauen, Zersetzungsopfer, DDR-Kinderheimkinder) von Betroffenen, den Verfolgtenverbänden und nicht zuletzt den Landesbeauftragten der Länder in den Blick der Landesregierungen und des Bundesgesetzgebers gerückt. Hierbei war allen bewusst, dass das Unrecht aus 40 Jahren SED/DDR-Diktatur nicht vollumfänglich wiedergutgemacht oder entschädigt werden konnte. Nach über 20 Jahren Beratung von SED-Verfolgten ist aus Sicht des Landesbeauftragten die anerkannte Verfolgungsgruppe „verfolgte Schüler“ diejenige, die im Wesentlichen keinerlei Entschädigungsleistungen erhält. Zwar wurde im Jahr 1999 von der CDU/CSU Fraktion der Versuch unternommen, die Ausgleichsleistungen nach § 8 BerRehaG auch verfolgten Schülern zugänglich zu machen. Dies wurde mit der damaligen Koalitionsmehrheit abgelehnt. Seither waren alle Bemühungen beim Bundesgesetzgeber um eine Entschädigungsleistung für diese Verfolgtengruppe erfolglos.“ Der volständige Tätigkeitsbericht ist hier einsehbar

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Cover Bericht

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
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Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

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