Sonntag, 25.Juli 2021

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Gottesdienst am 11. Juli um 10 Uhr in der Christuskirche Oberhof

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Zella-Mehlis/ Oberhof erinnert am Sonntag, den 11. Juli 2021, um 10 Uhr, in der Christuskirche (Jägerstraße, Oberhof) mit einem Zentralgottesdienst an die Vertreibung Oberhofer Familien vor über 70 Jahren. Der südthüringer Regionalbischof Probst Tobias Schüfer hält die Predigt.
In der sogenannten „Aktion Oberhof“, die zwischen dem 13. November 1950 und dem 7. Februar 1951 ablief, wurden mindestens 48 Familien mit ihren Angehörigen aus der Rennsteigstadt zwangsausgesiedelt. Viele der Betroffenen führten Hotels, Pensionen, Geschäfte und Handwerksbetriebe, die enteignet wurden und später zum großen Teil in „Volkseigentum“ übergingen. Die Staatspartei der DDR, die SED, war maßgeblicher Initiator der im Geheimen ablaufenden Aktion. Zahlreiche andere Behörden halfen die Vertreibung zu planen und durchzuführen, so die Landesbehörde der Volkspolizei, das Thüringer Innenministerium, die Landesfinanzdirektion, das noch „junge“ Ministerium für Staatssicherheit, das Ministerium für Verkehr, der Deutsche Sportausschuss und vor Ort in Oberhof die SED-Ortsgruppe und die stellvertretende Bürgermeisterin.
Hintergrund der Vertreibungs- und Enteignungswelle 1950/51 war die beabsichtigte Umgestaltung Oberhofs zu einem „sozialistischen St. Moritz“: die Stadt sollte in Zukunft als das Wintersportzentrum der DDR den „Werktätigen“ Erholung bieten. Diesen Ausbauplänen der SED standen aber die privaten Eigentümer der Ferienunterkünfte entgegen. Zugleich bot sich der SED mit der „Aktion Oberhof“ die Möglichkeit, weitere „unliebsame“ Personen aus der Stadt auszuweisen.
Dem Ausbau Oberhofs zu einem zentralen Erholungs- und Wintersportzentrum in der DDR, in dem auch Walter Ulbricht regelmäßig zu Gast war, und weitere Themenfelder der Zeitgeschichte Oberhofs widmet sich im nächsten Jahr am 14. Mai 2022 die Tagung „Höher, schneller, weiter? Ein Forum zu Zeitgeschichte und Zukunftsperspektiven Oberhofs“ der Stiftung Ettersberg in Kooperation mit dem Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Stadt Oberhof. Die Veranstaltung war für den 10. Juli 2021 geplant, aufgrund der unklaren Pandemielage vor einigen Wochen haben sich die Veranstalter entschieden, die Tagung erst im Mai 2022 durchzuführen.

Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie im Vorfeld unter www.stiftung-ettersberg.de.

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Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

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