Donnerstag, 23.November 2017

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Interessierte Bürgerinnen und Bürger können im Online-Diskussionsforum des Thüringer Landtags zum Gesetzentwurf der Landesregierung über das Nationale Naturmonument „Grünes Band Thüringen“ mitdiskutieren und alle relevanten Parlaments-Dokumente einsehen. 

Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) ermöglicht die Ausweisung von Gebieten als „Nationales Naturmonument“, die aus „wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturhistorischen oder landeskundlichen Gründen und wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit von herausragender Bedeutung sind“ und daher den gleichen Schutzbestimmungen wie ein Naturschutzgebiet unterliegen sollen.

Das Thüringer Gesetz für Natur und Landschaft (ThürNatG) enthält bisher keine Regelung zur Ausweisung eines Nationalen Naturmonuments. Mit dem Gesetzentwurf der Landesregierung soll das Gebiet zwischen der Thüringer Landesgrenze und dem Kolonnenweg wegen seiner historischen und landeskundlichen Bedeutung als „Grünes Band Thüringen“ auf der Grundlage des BNatSchG unter besonderen Schutz gestellt werden. Die ehemalige innerdeutsche Grenze soll nicht nur als Teil der deutschen Geschichte, sondern auch als Lebensraum für die Pflanzen- und Tierwelt erhalten bleiben.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Arbeiten des 2. Geschichtswettbewerbs sind prämiert
http://www.thueringer-landtag.de/landtag/jugend-und-politik/geschichtswettbewerb/index.aspx

Auszüge der Arbeit von Lisa Stahl über das jüdische Leben in Erfurt nach 1945 und die Flucht vieler Juden aus der DDR wurden auch in der Thüringer Allgemeinen am 6.10.2016 veröffentlicht.

Zum Thema "Novellierung der SED-Unrechtsbereinigungsgesetze und weitere Entschädigungsleistungen - Ablehnung von höheren Entschädigungen durch die Landesbeauftragen" hatte die Landtags-Abgeordnete Rothe-Beinlich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) eine Kleine Anfrage gestellt. Die Antwort der Thüringer Staatskanzlei ist nunmehr online in der Parlamentsdokumentation über diesen Link abrufbar. 

 

Der 17. Juni wird in Thüringen zum Gedenktag für die Opfer von SED-Unrecht. Einem entsprechenden Gesetz der rot-rot-grünen Koalition stimmte der Landtag am 20. April mit 84 von 85 abgegebenen Stimmen zu. Lediglich die Linke-Abgeordnete Johanna Scheringer-Wright votierte gegen den Gedenktag. Der 17. Juni und damit der Tag des Volksaufstandes 1953 in der DDR bietet nach Meinung von Linke, SPD und Grünen die Chance für die Aufarbeitung der DDR-Geschichte. Die CDU hatte dafür plädiert, den Tag den Opfern der "SED-Diktatur" zu widmen hat aber für den Entwurf der Regierungskoalition gestimmt.

Das Thüringer Parlament hat im Oktober 2015 den 8. Mai als Gedenktag ins Thüringer Feiertagsgesetz eingetragen. (siehe dazu Debatte um Gedenktage in Thüringen und Die Thüringer Regierungskoalition vertagte am 2. Oktober eine Gedenkkultur, die die Opfer der SED-Diktatur würdigt).

In diesem Monat sollen nun noch weitere Gedenktage in das Feiertags- und Gedenktagsgesetz eingetragen werden (Gesetzentwurf der Regierungskoalition bzw. der CDU). Dazu hat der Innen- und Kommunalausschuss Voten von ausgewählten Vertretern aus ganz Deutschland erbeten. Der Landesbeauftragte schrieb dazu:

Für drei Wochen war im Thüringer Landag die Ausstellung "Überwindung der Todesmauer" des Brůnner Verein Pamět (Gedächtnis) in der Übersetzung von Dr. E.v.Truetzschler zu sehen.

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Lesermeinungen aus der Thüringer Allgemeine zum Thema Unrechtsstatt hat die TA nunmehr online veröffentlicht. Der Grundtenor lautet: "Die Diskussion über den Unrechtsstaat DDR darf nicht enden." Lesen Sie hier verschiedene Meinungen aus Weimar, Gotha oder Erfurt. 

Auch 2016 ruft Thüringens Landtagspräsident Christian Carius Schülerinnen und Schüler mit dem Geschichtswettbewerb dazu auf, historische Begebenheiten im eigenen Lebensumfeld zu ergründen und sich damit auseinanderzusetzen. Der diesjährige Wettbewerb steht unter dem Motto „Spurensuche“. Die Teilnehmer sollen nach Hinweisen verschwundener oder vergessener Orte in ihrer Region suchen. „So können sie sich mit der Geschichte ihrer Heimat vertraut machen und sie dadurch besser kennenlernen. Manche Straßennamen, oder vergilbte Firmenschilder fielen auf dem täglichen Schulweg bisher vielleicht nicht auf. Setzen sich die Teilnehmer jedoch bewusst mit ihrem Umfeld auseinander, machen sie bei der Recherche Entdeckungen, an denen sie bisher sprichwörtlich vorbeigelaufen sind. Auf diese Weise werden den Schülerinnen und Schülern geschichtliche Zusammenhänge vor Ort bewusst. So bekommen sie das Gefühl Teil einer historischen Entwicklung zu sein“, sagte der Landtagspräsident.

Straßennamen, Firmen, Personen oder Gebäude sollen innerhalb der Neuauflage des Wettbewerbs untersucht und anschließend dokumentiert werden. Geschichte, Bedeutung und Tradition von Spuren vergangener oder verlassener Orte werden so neu entdeckt. „Die Schülerinnen und Schüler können ergründen, welche historischen Ereignisse dazu beitrugen, Orte, Gebäude oder Straßennamen aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden zu lassen. Welche Erinnerungen heute Menschen noch mit diesen Orten verbinden und welche Schicksale sich damit verknüpfen, das kann der Stoff für eine spannende Recherche sein“, so Carius weiter.

Bei ihrer Recherche sollten die Teilnehmer historische Dokumente heranziehen und möglichst Interviews mit Zeitzeugen oder Chronisten führen. Thüringer Schülerinnen und Schüler aller 9. bis 12. Klassen können am Geschichtswettbewerb teilnehmen, ob mit Einzel-, Gruppen- oder Klassenarbeiten. Preise im Gesamtwert von 5.000 Euro werden an die Gewinner verliehen. Darunter sind ein Empfang beim Landtagspräsidenten, die Einladung zu einem Workshop der Thüringer Allgemeine und die dortige Veröffentlichung der besten Arbeiten.

Die Wettbewerbsbeiträge können in allen gängigen Text-, Bild- und Internet-Formaten eingereicht werden, auf Papier, Datenträgern oder per E-Mail. Redakteure der Thüringer Allgemeine stehen den Teilnehmern des Wettbewerbs zur Seite, kommen in die Klasse, helfen bei der Erstellung eines Konzepts und geben Tipps für Recherche und Formulierungen.

Einsendeschluss ist der 13. Mai 2016.

Die Wettbewerbsbeiträge sind an folgende Adresse zu schicken:

Thüringer Allgemeine
Kennwort: Geschichte
Gottstedter Landstraße 6
99092 Erfurt

oder per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Regierungskoalition hat eine Abschaffung der Bewertung als "Parlamentsunwürdigkeit" gefordert. Dafür bereitete der Ausschuss für Migration, Justiz und Verbraucherschutz eine Gesetzesänderung vor (TLT Drucksache 6/1658). Die Medien berichteten jedoch vor Beginn des Plenums am 27.01.2016, dass eine eine Abstimmung vertagt werden soll (Link). Siehe auch Gerlinde Sommer in der TLZ am 25.01.2016.

Zurzeit befinden sich der Gesetzentwurf der Fraktion der CDU zur Änderung des Thüringer Gesetzes zur Überprüfung von Abgeordneten vom 04.12.2014 und der dazu eingebrachte Änderungsantrag der Fraktionen DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 22.01.2015 in der parlamentarischen Diskussion. Nachfolgend finden Sie hierzu einzelne Fragen, mit denen sich der Ausschuss für Migration, Justiz und Verbraucherschutz derzeit befasst. Sie können Ihre Meinung zu den Fragen abgeben.

 

Mit Ihren Beiträgen, Ihren Erläuterungen oder Ihrer Kritik können Sie Einfluss auf die Arbeit des Ausschusses für Migration, Justiz und Verbraucherschutz nehmen:

Zum Diskussionsforum des Thüringer Landtags

Weitere Informationen zur Änderung des Thüringer Abgeordnetenüberprüfungsgesetzes

 

Stellungnahmen zur Änderung des Thüringer Abgeordnetenüberprüfungsgesetzes: 

Erklärung des Bürgerkomitees Thüringen zur geplanten Abgeordnetenüberprüfung

Erklärung des Thüringer Landesbeauftragten zur beantragten Revision des Thüringer Abgeordnetenüberprüfungsgesetzes

Stellungnahme der Gesellschaft für Zeitgeschichte e.V. 

Stellungnahme von Dr. Hubertus Knabe, Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen 

Stellungnahme der Point Alpha Stiftung 

 

 

Zur Überprüfung der Abgeordneten wurde kurz nach dem Zusammentritt des Landtags der Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen um Auskunft gebeten. Bis Mitte Januar 2016 lagen noch nicht alle Auskünfte vor. Meldung MDR Jump (17.01.2016)

FuchsGedenken

Gedenkfeier an der Jürgen-Fuchs-Stele im Foyer des Thüringer Landtags
am 65. Geburtstag von Jürgen Fuchs, 19.12. 15:00 Uhr

Jürgen-Fuchs-Forum am 19. Januar 2016 im Thüringer Landtag u.a. mit dem Liedermacher Stephan Krawczyk und dem Jürgen Fuchs Biograph Udo Scheer 

 

Hier finden Sie die Kleine Anfrage des Abgeordneten Wirkner (CDU) und die entsprechende Antwort des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zum Thema Rehabilitierung und Entschädigung der in der DDR Zwangsausgesiedelten. Die Landesregierung nimmt dabei etwa Stellung zu der Frage, welche Maßnahmen zur Umsetzung des im Koalitionsvertrag angekündigten Ziels, "eine echte und uneingeschränkte Entschädigungsleistung ohne Bedürftigkeitsregelung zu erreichen", geplant sind. Link zur Parlamentsdokumentation

Jede Erklärung der Gewalt sehnt ihr Ende herbei. Das Leben soll schöner werden und die Gewalt aus ihm verschwinden. Doch die Gewalt war und ist eine für jedermann zugängliche und deshalb attraktive Handlungsoption – und kein „Betriebsunfall“ oder „Extremfall“. Wer wirklich wissen will, was geschieht, wenn Menschen einander Gewalt antun, muss eine Antwort auf die Frage finden, warum Menschen Schwellen überschreiten und andere verletzen oder töten. Nach seinem preisgekrönten Buch über das stalinistische Gewaltsystem legt der bekannte Historiker Jörg Baberowski nun eine nicht minder beeindruckende Studie über den sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Umgang mit Gewalt vor. 

Jörg Baberowski, geboren 1961, ist Professor für osteuropäische Geschichte an der Humboldt-Universität Berlin. Er zählt zu den international renommiertesten Wissenschaftlern, die sich mit dem Stalinismus beschäftigen. Sein Buch „Verbrannte Erde“ stand 2012 mehrere Wochen auf der Spiegel Bestsellerliste.

Im Anschluss: Gespräch mit Dr. Jörg Ganzenmüller, Stiftung Ettersberg.
Grußwort: Christian Carius, Präsident des Thüringer Landtages

Wann: Dienstag, 27. Oktober 2015, 19:00 Uhr
Wo: Thüringer Landtag, Jürgen-Fuchs-Str. 1, Erfurt

Der Eintritt ist frei, Anmeldung bitte via E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Lange wurde über die Einführung eines Gedanktages am 8. Mai im Thüringer Landtag debattiert - nunmehr hat der Landtag das Gesetz zur Einführung eines Gedenktages für die Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai beschlossen.
Damit hat sich die Rot-Rot-Grüne Landesregierung auch - vorerst - gegen die Einführung eines Gedanktages am 17. Juni entschieden. Dies wurde von der CDU-Fraktion gefordert. Am 17.Juni jährt sich der Volksaufstand von 1953 in der DDR - dieser Tag sollte den Opfer der SED-Diktatur gedenken. Bis zur Deutschen Wiedervereinigung wurde der 17. Juni sogar als Feiertag und "Tag der Deutschen Einheit" begangen.
Welche Position der Landesbeauftragte im Zuge der Debatte um die Einrichtung der Gedenktage in Thüringen einnimmt, lesen Sie in dieser Stellungnahme zum Anhörungsverfahren zum Ersten Gesetz zur Änderung des Thüringer Feiertagsgesetzes (Gesetz zur Einführung eines Gedenktages für die Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai).

Auf Bundesebene ist man in dieser Hinsicht schon einen Schritt weiter: Am 2. Oktober hat sich der Bundestag zur Schaffung eines Mahnmals für die Opfer des Kommunismus bekannt. So heißt es nun in der Bundestagsentschließung zu „25 Jahre Deutsche Einheit“: „In Deutschland gibt es jedoch trotz umfangreicher konzeptioneller Vorarbeit seitens der Opferverbände bislang noch kein zentrales Denkmal zur Mahnung und Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft. Zusammen mit dem deutschlandweit begangenen Gedenktag am 17. Juni, wäre dies ein wichtiger Teil einer Erinnerungskultur an die SED-Diktatur, der sich zugleich in die Gedenkstättenkonzeption des Bundes einordnen muss.“ Lesen Sie mehr dazu hier. 

Am 17. Juni 2015 wird Landtagspräsident Christian Carius anlässlich des 62. Jahrestages des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 in der DDR und in Würdigung aller Opfer der SED-Diktatur eine neue Ausstellung im Thüringer Landtag eröffnen. Die Schau mit dem Titel „Point Alpha – Ein einzigartiger Lernort der Geschichte“ zeigt, wie aus einem Beobachtungsposten der US-Army ein Ort wurde, an dem die frühere Blockkonfrontation während der Zeit der deutschen Teilung für seine Besucher erfahrbar ist. „Die Wanderausstellung erzählt die Geschichte der Point Alpha Stiftung, die Zeugnis ablegt über die furchtbaren Jahre der deutschen Teilung. Sie lenkt unseren Blick auf die Unmenschlichkeit der innerdeutschen Grenze, die vierzig Jahre lang Deutschland, Europa und die Welt teilte. Orte wie dieser sind wichtig, um die Erinnerung an das Überwundene wach zu halten, aber auch um zu zeigen, was für ein Glück die deutsche Wiedervereinigung für unser Volk ist“, sagte Christian Carius.

Zeit: Mittwoch, 17. Juni, 19.00 Uhr

Ort: Erfurt, Thüringer Landtag, Foyer, Jürgen-Fuchs-Straße 1

„Im 25. Jahr der Deutschen Einheit haben wir die Chance, den 17. Juni aus einer gesamtdeutschen Perspektive zu betrachten. Er zeigt, dass ein politisches System auf Dauer nur bestehen kann, wenn es Raum zur freien Entfaltung lässt und die Möglichkeit zur Teilhabe an politischen und gesellschaftlichen Prozessen verschafft. Er ist Auftrag und Verpflichtung zugleich, an die Opfer der SED-Diktatur auch künftig zu erinnern – die Opfer des 17. Juni und alle anderen, die in der DDR Unrecht erlitten haben“, so der Landtagspräsident.

Hintergrund:
Die Geschichte des ehemaligen Observation Post „Alpha“ der US-Army inmitten der hessisch-thüringischen Rhön verdeutlicht auch den engagierten Einsatz von Bürge-rinnen und Bürgern beider Bundesländer für den Erhalt des Ortes. Direkt an diesem Punkt trennte die ehemalige innerdeutsche Grenze die über Jahrhunderte gewach-sene enge Verbindung zwischen der hessischen Gemeinde Rasdorf und der thürin-gischen Kleinstadt Gaisa.

Am vergangenen Samstag wurde im Rahmen des „Tages der offenen Tür“ des Thü-ringer Landtags bereits die Ausstellung „Die DDR – Zwischen Repression und Wi-derspruch“ eröffnet. Beide Ausstellungen sind bis Juli im Funktionsgebäude des Thüringer Landtags zu sehen. Der Eintritt ist frei.

An diesem Samstag eröffnet Landtagspräsident Christian Carius den diesjährigen „Tag der offen Tür“ des Thüringer Landtags. Interessierte Bürger können sich vor Ort über die Arbeit des Landesparlamentes informieren und mit Abgeordneten sowie Regierungsvertretern ins Gespräch kommen. Der Landtagspräsident sieht darin ein wichtiges Angebot zum Dialog zwischen Bürgern und Politikern: „Als Zentrum unserer Demokratie bestimmt der Landtag das Tempo und die Richtung der Thürin-ger Politik. Es ist gute Tradition, dass die Abgeordneten am Tag der offenen Tür Ein-blick in ihre Arbeit geben.“ Neben verschiedenen Programmhöhepunkten mit dem Landtagspräsidenten erwartet sie ein vielfältiges Angebot aus Diskussionsrunden, Ausstellungen, Aufführungen und vielem mehr.


Datum und Ort:
13. Juni 2015, 10.00 -18.00 Uhr, Jürgen-Fuchs-Straße 1 und Beethovenpark

Mit gegenseitigen Vorwürfen der Geschichtsklitterung spickten die Landtagsfraktionen gestern die von Rot-Rot-Grün geplante Einführung des 8. Mai als Thüringer Gedenktag zur Befreiung vom Nationalsozialismus. Lesen Sie in diesem Artikel auf otz.de, wie sich die Parteien im Einzelnen zu der Thematik positionieren.

Wie lautet das Thema?

Alltag in der Revolution – Wie Menschen die Wende erlebten

Geschichte ist mehr als die Sammlung von Fakten. Sie nimmt ebenso die Erinnerung von Menschen auf, die als Zeitzeugen ihr Leben, ihren Alltag und ihre Welt beschreiben – bisweilen konträr zur Sicht von Historikern. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs soll die erzählte Geschichte stehen, die Alltagsgeschichte, die Oral History. Bertolt Brecht beginnt ein Gedicht: „Wer baute das siebentorige Theben? In den Büchern stehen die Namen von Königen. Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?“ Lasst also die Menschen erzählen, die die Felsbrocken schleppen! Fragt Menschen in eurer Umgebung, Eltern, Großeltern und Verwandte, wie sie die Jahre vor der friedlichen Revolution in der DDR gelebt haben und wie sie die Wende meisterten! Es geht nicht darum, individuelles Leben zu bewerten, sondern um die Erzählung des wirklichen Lebens – also auch um Widersprüche, die nicht zu glätten sind.

Wer kann mitmachen? Was gibt es zu gewinnen?

Schülerinnen und Schüler aller Schularten und Klassenstufen aus Thüringen können am Wettbewerb teilnehmen, ob mit Einzel-, Gruppen- oder Klassenarbeiten. Zu gewinnen gibt es Preise im Gesamtwert von 5000 Euro. Die beste Arbeit wird von einer Jury mit 1000 Euro bewertet. Zudem gibt es weitere Haupt- und Anerkennungspreise, darunter:
• Auszeichnung der Gewinner und ihrer Lehrer im Thüringer Landtag
• Einladung der erfolgreichsten Teilnehmer zu einem Workshop der „Thüringer Allgemeine“
• Persönliche Urkunden für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer
• Veröffentlichung der besten Arbeiten in der „Thüringer Allgemeine“
• Teilnahme am Geschichtsforum im Landtag: Gemeinsam mit der „Thüringer Allgemeine“ bietet der Landtagspräsident allen Wettbewerbsteilnehmern die Möglichkeit, mit Experten und Zeitzeugen zu debattieren und Wissen zu vertiefen.

Wie werden die Beiträge eingereicht?

Die Erinnerungen können als Zeitungsartikel oder in anderen Formaten wie Multimedia-OnlineProjekt, Video, Podcast, Essay oder Erzählung aufbereitet werden, zum Beispiel als spannende, lebendige Reportage, als tiefgründiges Interview, als kritischer Kommentar oder als sachlicher Bericht. Vorzugsweise können mehrere Artikel zu einer kompletten Zeitungsseite oder einer Internet-Seite im Stil der „Thüringer Allgemeine“ zusammengefasst werden. Redakteure der „Thüringer Allgemeine“ stehen den Teilnehmern des Wettbewerbs zur Seite, kommen in die Klasse, helfen beim Erstellen des Konzepts und beim Schreiben der Beiträge und geben Tipps und Hinweise zum Recherchieren und Formulieren.

Einsendeschluss ist der 30. Juni 2015.

Die Wettbewerbsbeiträge können in allen gängigen Text-, Bild- und Internet-Formaten eingereicht werden, auf Papier, Datenträgern oder per E-Mail. Bitte schickt Eure Beiträge an die Adresse:


Thüringer Allgemeine
Kennwort: Geschichte
Gottstedter Landstraße 6
99092 Erfurt

oder per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

EIn Interview mit Christian Carius zu dem von ihm initiierten Geschichtswettbewerb finden Sie hier auf Thüringer Allgemeine Online.

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

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