Mittwoch, 12.Dezember 2018

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Nach dem Volksaufstand des 17. Juni 1953, dem sogenannten „Tag X“, befürchteten die Staatspartei SED und die Staatssicherheit der DDR neuerliche Aufstände. Den Aufruhr der eigenen Bevölkerung in inneren Spannungsperioden, aber auch im Fall der Mobilmachung im Kriegsfall, sollten detailliert ausgearbeitete Pläne verhindern. Eine wichtige Aufgabe der Staatssicherheit der DDR wären „Vorbeugemaßnahmen“ gewesen: missliebige Bürger wären im Ernstfall rasch in bestimmten Gebäuden und Lagern vom Rest der Bevölkerung isoliert worden. Nach dem Stand von 1988 wären im Bezirk Suhl 196 Personen isoliert worden.

Dr. Anke Geier spricht am 30. Oktober 2018 in der Suhler BStU-Außenstelle über diese Thematik. Der Vortrag, der im Rahmen der BStU-Vortragsreihe „Geschichte lesen“ stattfindet, beleuchtet den „Vorbeugekomplex“ der Staatssicherheit anhand von Quellenfunden. Es wird auf die zu isolierende Personengruppe und die Orte der Isolierung und Internierung (ausländische Bürger wären im Mobilmachungsfall inhaftiert worden) im Bezirk Suhl eingegangen. Auch über die Bedeutung der sogenannten Kreis- und Bezirkseinsatzleitung und ihre Rolle in der „Mobilmachungsarbeit“ referiert Dr. Geier.
Vor dem Vortrag besteht ab 16 Uhr die Möglichkeit an einer Führung durch das örtliche Stasi-Unterlagen-Archiv teilzunehmen sowie einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Um 17 Uhr spricht Dr. Anke Geier zu den Isolierungs- und Internierungsplanungen. Weitere Informationen finden Sie hier auf bstu.de

Der Thüringer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich zu der Veranstaltung am 30. Oktober 2018 in die BStU-Außenstelle Suhl in der Weidbergstraße 34 ein.
Am 6. Dezember 2018 um 19.30 Uhr spricht die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Landesbeauftragten zu diesem Thema auch im Bürgersaal des Historischen Rathauses Hildburghausen. Diese Veranstaltung findet dann in Kooperation mit der Volkshochschule Hildburghausen und der Kreisbibliothek Hildburghausen statt. Mehr dazu über diesen Link

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

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Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

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Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

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