Freitag, 16.November 2018

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Gerbergasse18 Cover Heft88 002Mauern und Grenzzäune erleben derzeit eine Wiederkehr, Abschottung hat Konjunktur. Selbst in Europa sind Grenzanlagen – gut 30 Jahre nach Ende des Eisernen Vorhangs – häufig die erste Wahl der Mittel. Die neue Ausgabe der Zeitschrift „Gerbergasse 18“ widmet sich dem Themenfeld Grenzen und Gewalt in der Geschichte und spannt dabei den Bogen in die Gegenwart.
Wo sich entlang des früheren Todesstreifens mittlerweile ein „Grünes Band“ bildet, zielt der Rückblick auf die sichtbaren und auch unsichtbaren Narben des DDR-Grenzregimes bis heute. Dass wir die Grenzopfer namentlich kennen und um ihre Biografien wissen, ist Ergebnis intensiver und jahrelanger Recherchen, etwa in Form eines biografischen Handbuchs des Forschungsverbundes SED-Staat der FU Berlin, das kürzlich erschien. Andere Beiträge des Titelthemas fragen nach den Folgen der Zwangsaussiedlungen 1952 in Thüringen, spektakulären Fluchtwegen von DDR-Bürgern, der Zwangsmigration in der Tschechoslowakei ab 1948 oder dem dichten Netz an Agentenschleusen der Stasi in Richtung Oberfranken. In einem Interview berichtet die amerikanische Autorin Isabel Fargo Cole über die Entstehung ihres Romans „Die grüne Grenze“.
Daneben bietet die neue „Gerbergasse 18“ wieder eine Fülle an weiteren Beiträgen zur Zeitgeschichte, darunter ein biografischer Rückblick auf die Verfolgung der kirchlichen Jugendarbeit in der DDR, die Ausbürgerung des russischen Schriftstellers Alexander Solschenizyn im Jahr 1974 und neue Forschungen zum berüchtigten Militärgefängnis Schwedt. In der Rubrik Diskussion plädiert der 1953 in Jena geborene Roland Jahn, seit 2011 Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, für einen veränderten Umgang mit den Lebenserfahrungen in der Diktatur. Jahn argumentiert, dass das Aufklären, das Erzählen und das Reflektieren des eigenen Verhaltens in der DDR eine Chance für gegenseitigen Respekt vor der Biografie ist, denn Schweigen und Wegsehen lässt das Geschehen nicht verschwinden.

Die Ausgabe 3/2018 der „Gerbergasse 18“ (Heft 88) ist ab sofort im Buchhandel und direkt bei der Geschichtswerkstatt Jena erhältlich.

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
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Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

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