Freitag, 16.November 2018

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stärkt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der DDR und dem SED-Unrecht. Dafür wurden jetzt 14 Forschungsverbünde ausgewählt. Sie werden in den nächsten vier Jahren mit bis zu 40 Millionen Euro gefördert. Zu den Forschungsfragen zählen begangenes Unrecht, etwa in Haftanstalten, Erziehungsheimen, im Gesundheitswesen sowie gegen Ausreisewillige, aber auch Modernisierungsblockaden in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Ein weiterer Fokus liegt auf den Nachwirkungen der DDR und des Transformationsprozesses nach 1989/90 auf aktuelle Entwicklungen.

Zwei Thüringer Forschungsverbünde werden gefördert 

Zur Förderung wurden auch zwei Thüringer Verbünde ausgewählt: Zum einen der Verbund "DuT. Diktaturerfahrung und Transformation: Biographische Verarbeitungen und gesellschaftliche Repräsentationen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren" (Verbundkoordination: Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller) mit den beteiligten Einrichtungen Friedrich-Schiller-Universität Jena, Stiftung Ettersberg, Weimar, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie der Universität Erfurt. Zum anderen forscht das Universitätsklinikum Jena gemeinsam mit der Fachhochschule Dortmund, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Universitätsmedizin Greifswald unter der Koordination von Prof. Dr. Bernhard Strauß in dem Verbund  "SiSaP. Seelenarbeit im Sozialismus – Die ambivalente Rolle der Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie im Gesundheitssystem der DDR". 

Landesbeauftragter begrüßt Entscheidung 

Der Landesbeaftragte Christian Dietrich begrüßt die Entscheidung des Bundes und sagte gegenüber dem MDR: "Gerade die Forschung zur 'Seelenarbeit' in der DDR hat enge Bezüge zu Fragen der Rehabilitierung und Begleitung von Betroffenen". Weitere Hintergrundinformationen finden Sie hier auf MDR online.  

 

Die 14 Forschungsverbünde wurden in einem wettbewerblichen Verfahren ausgewählt (die vollständige Projektliste finden Sie hier). Der Start der Projekte ist ab Herbst 2018 vorgesehen. Zu den zentralen Zielen der Förderung zählt eine stärkere Verankerung der DDR-Forschung in der deutschen Hochschul- und Forschungslandschaft. Zuletzt hat sie vor allem an den Universitäten über viele Jahre Ressourcen verloren. Insgesamt wird das BMBF 32 Hochschulen fördern. Viele der geförderten Hochschulen arbeiten eng mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Gedenkstätten, Archiven, Aufarbeitungsvereinen, Einrichtungen der politischen Bildung und anderen relevanten Akteuren zusammen. So sollen Brücken zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gebaut und die Forschungsergebnisse breiter in die Bevölkerung vermittelt werden.

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

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Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

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für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

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