Freitag, 16.November 2018

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Gerbergasse18 NeuDie neue Ausgabe der Zeitschrift „Gerbergasse 18“ richtet den Blick auf das facettenreiche Epochenjahr 1968. Nicht nur weltweite Jugendproteste fordern die etablierten Gesellschaften (in Ost und West) heraus, mehrere Schlüsselmomente verdichten sich vor fünfzig Jahren: erstmals treten zwei deutsche Mannschaften bei Olympia an, politische Attentate in den USA und der sich radikalisierende Vietnam-Krieg erschüttern die Öffentlichkeit, die Sprengung der Universitätskirche in Leipzig versinnbildlicht die kirchenfeindliche Politik der SED, eine neue DDR-Verfassung wird im April per Schein-Entscheid mit 94,5 % Ja-Stimmen angenommen und im Juli tritt ein reformiertes Strafgesetzbuch in Kraft, dass „staatsfeindliche Hetze“ und „Republikflucht“ als Delikte nennt sowie die Verfolgung politisch Andersdenkender verschärft.
Im Mittelpunkt stand für viele Zeitzeugen der „Prager Frühling“ in der Tschechoslowakei. Doch der gesellschaftliche Aufbruch ohne Zensur und Repression dauerte nur wenige Monate, bevor am 21. August sowjetische Panzer alle Hoffnungen blutig niederschlugen. Mit Interviews, Zeitzeugenberichten und Analysen erinnert der Themenschwerpunkt „1968“ an diese Ereignisse. Beispielsweise durch seltene Farbaufnahmen des damaligen Theologiestudenten Manfred Hermann, der die Invasion in Prag fotografierte.
Ein anderer Jahrestag ist 30 Jahre her: Eine unabhängige Demonstration für Meinungsfreiheit und Menschenrechte in Naumburg, die am 2. Februar 1988 nur wenige Minuten andauerte, bevor sie von „Sicherheitskräften“ aufgelöst wurde. Was die 18 mutigen Demonstranten vorwegnahmen, wurde als Friedliche Revolution im Herbst 1989 zur Massenbewegung. Einer der damaligen Akteure, der heutige Geraer Pfarrer Michael Kleim, rekonstruiert die Geschehnisse. Weitere Heftbeiträge behandeln den geheimen Handel mit Kunst und Antiquitäten aus der DDR in den Westen, die Fahrten der Westalliierten durch DDR-Gebiet unter der Chiffre Militärverbindungsmissionen, Chancen und Grenzen der Einbindung von DDR-Zeitzeugen in den Unterricht sowie die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Albanien.

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

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Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

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