Montag, 24.April 2017

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Bericht über der Quellen-Zeitzeugen-Projekt an der Jenaer Schule mit dem Landtagsabgeordneten Frank Kuschel (DIE LINKE) von Hanno Müller in der Thüringer Allgemeinen.

Henry Bernhard im Deutschlandfunk am 06.04.2017.

Der Bericht über das parallele Projekt mit der Landtagsabgeordneten Ina Leukefeld (DIE LINKE) ist im letzten Tätigkeitsbericht des Landesbeauftragten zu finden (S. 25-27).
Dazu ein historischer Text aus dem Jahre 2004: Thomas Purschke: Die PDS hat mit Spitzeln kein Problem (Gerbergasse 18, 33 III/2004).

Nachdem das Eis gebrochen war, war das "Zeitzeugengespräch" ein intensiver Austausch über eine Zeit und Welt, die weit von den Schülern entfernt ist. Moralische Fragen standen nicht im Mittelpunkt. Frank Kuschel sagte dazu: "Politische Fehler darf man machen." Widersprüche zwischen den schriftlichen Quellen und dem Zeitzeugen ließen die Schüler stehen. So wurde die Anwerbung als IM in der eigenen Wohnung oder Drohungen der Stasi, wie in der Verpflichtungserklärung festgehalten, von Frank Kuschel bestritten.
Frank Kuschel erklärte die Sicherheitsdoktrin, nach der Ausreisewillige Staatsfeinde waren, die im Klassenkampf auf der gegnerischen Seite standen und für eine kurze Zeit war im Kalten Krieg jedes Mittel recht.

"Frank Kuschel erklärte mehrfach, dass die Aufarbeitung eine Sache der politischen Auseinandersetzung sei. Er sei dabei in den Jahren nie unangemessen behandelt worden. In diesem Zusammenhang sprach er nicht über die Opfer. Ich vermisste die Trauer über die Opfer der SED-Politik und seines Handelns. Wie hatte es im Oktober 1989 über die Botschaftsflüchtlinge in den SED-Zeitungen gestanden: 'Sie alle haben durch ihr Verhalten die moralischen Werte mit Füßen getreten und sich selbst aus unserer Gesellschaft ausgegrenzt. Man sollte ihnen deshalb keine Träne nachweinen.'" (Christian Dietrich)


Der Thüringer Künstler Gerd Weber schrieb am 03.04.2017 zum Bericht in der Thüringer Allgemeinen: "Täter wie er haben Menschen gebrochen, Familien zerstört und Existenzen ruiniert. Reue kennen diese Typen nicht, sie haben weder ein Gewissen noch den Anstand sich bei ihren Opfern zu entschuldigen. Einfach nur widerlich..."

Dieter Gollnick (Ausreisewilliger, bekam Berufsverbot, wurde Inhaftiert, Mitarbeiter Gedenkstätte Hohenschönhausen) schrieb am 03.04.2017: "Ist das richtig solche Menschen eine Bühne in den Schulen auch noch zu geben ? Die doch genug Leid anderer Menschen zugefügt haben."

Sven Behrdend (Referent Gedenkstätte Hohenschönhausen), am 03.04.2017: "Interessant ist seine Beschreibung seines Jobs beim Rat der Stadt [Ilmenau], Abteilung Inneres: Er war Koordinator der "Sicherheitsorgane". Die Rolle der Abteilung Inneres wird heute oft unterschätzt; alles konzentriert sich auf die Stasi."

 

 

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