Montag, 29.Mai 2017

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In der historischen Ausstellung der Festung Königstein ist ein besonderer Abschnitt der Zeit gewidmet, in der die Festung als Jugendwerkhof genutzt wurde. Gerade dieser Teil der Ausstellung findet eine besondere Beachtung unter den Besuchern. Der Raum ist manchmal zu klein für die vielen Neugierigen. Jetzt soll die Dokumentation ausgebaut werden. Dazu werden Zeitzeugen gesucht. Hier
Das Deutsche Burgenmuseum auf der Veste Heldburg hat ebenfalls eine spezielle DDR-Geschichte. Hier gab es ein Kinderheim. Einige der ehemaligen Heldburger Kinder haben inzwischen erzählt, was ihnen dort zugefügt wurde: "Ich war von 1956 bis 1959 in Heldburg. Unterricht erhielten wir zuerst in der Burg, die letzten 4 Wochen dann im Ort. Zur Gruppe gehörten 20 Kinder verschiedenen Alters. Die Verbindung zwischen Erziehern und der Gruppe waren die Gruppenratsvorsitzenden als Pioniere. Die Erzieher nahmen kaum direkt Einfluss auf die Gruppe. Sie regelten alles über den Gruppenratsvorsitzenden und seine Vertrauten. Und dann kam nachts der „Klabautermann“. Die Erzieher wussten davon oder haben den Auftrag gegeben. Sie hätten es auch sehen müssen, wenn wir am nächsten Tag mit blauen Flecken rumgelaufen sind. Als weitere Strafe gab es den Turm, da war ein fensterloser Raum nur mit einer Schießscharte; darin waren eine Pritsche und ein Eimer. Dort wurde man an Wochenenden eingesperrt. Wir besaßen keine Privatkleidung. Die Post von meinem Bruder wurde 2 Monate zurückgehalten...."

Eine Erinnerung an diese Geschichte in der Ausstellung des Deutschen Burgenmuseums steht noch aus.
Manfred May (ehemals Berater der Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige DDR-Heimkinder) schrieb 2011 an den Generaldirektor des Germanischen Museums:"Ich halte es angesichts solcher mit der Veste Heldburg verknüpften Erinnerungen für wünschenswert, den Ebenen, auf denen sich die Planungen für das Burgenmuseum bewegen, eine weitere hinzuzufügen, die ein Hinaustreten aus dem touristischen Strom gestattet und es in einem sensibel gestalteten Raum ermöglicht, den eigenen schlimmen Erinnerungen nachzugehen und zugleich das Gefühl vermittelt zu bekommen, dass dieser Teil der Heldburg-Geschichte nicht vergessen worden ist." 

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Aus der Ausstellung auf der Festung Königstein.

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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