Samstag, 1.Oktober 2022

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Am 26. und 27. November fand in der Bundesstiftung Aufarbeitung in Berlin die Konferenz "Antisemitismus in der DDR und die Folgen" statt. Im Rahmen der hochkarätigen Panels wurde über die Ausprägungen von Juden- bzw. Israelfeindlichkeit in der DDR und deren bis heute reichenden Folgen in Ostdeutschland debattiert.
Im Kern stand der Befund, dass sich Antisemitismus in der DDR in erster Linie in Form von Antizionismus und damit einhergehend durch eine offene israelfeindliche bzw. palästinafreundliche Propaganda und Politik der SED äußerte.
Im Zuge der "antifaschistischen" Staatsdoktrin entzog sich die DDR der moralischen Schuldfrage zum Nationalsozialismus und negierte als "Neues Deutschland" auch in juristischer Hinsicht die Rechtsnachfolge des "Dritten Reichs". Auch deshalb wurden Forderungen von Juden nach Wiedergutmachung bzw. Rückerstattung von enteignetem jüdischen Vermögen - nach staatlicher Lesart die "Verschiebung deutschen Volksvermögens" zugunsten "zionistischer Monopolkapitalisten" - abgelehnt. In diesem Zusammenhang sprach Dr. Thomas Haury, der den einleitenden Vortrag hielt, von einem antizionistisch verkleidetem "sekundären Antisemitismus".
Schließlich waren antisemitische Ressentiments unter breiten Teilen der Bevölkerung anzutreffen, die Beseitigung und Schändung jüdischer Friedhöfe war im angeblich "antifaschistischen" Deutschland auch kein Einzelfall.
Auf den Fotos zu sehen sind Dr. Thomas Haury, Dr. Klaus Holz, Dr. Jan Gerber und Dr. Olaf Glöckner, die gemeinsam das erste Podium bildeten:
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