Donnerstag, 23.November 2017

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Weiterbildungseminar vom  5.– 8. November 2015 in Weimar und Erfurt 

Sie arbeiten in einem Museum, einer Gedenkstätte oder einer anderen Institution, die sich mit dem Erbe der SED-Diktatur auseinandersetzt? Dann kennen Sie sicher diese Situation: Bei der Vermittlung von Geschichte kommt es immer wieder zu Konflikten mit Besucher*innen, die eine völlig andere Wahrnehmung und Einschätzung der Vergangenheit haben. Unterschiedliche Geschichtsbilder zur DDR finden sich sowohl bei Erwachsenen als auch bei Jugendlichen. Familiale Tradierung spielt hierbei eine wichtige Rolle. 
In dem Seminar „Geschichte zum Anfassen?! Die Vermittlung der DDR-Geschichte an historischen Orten“ wollen die Stiftung Ettersberg und die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) mit Fachvorträgen und Workshops politische Bildung im DDR-Kontext diskutieren. Trainer*innen des Bundesmodellprojektes „Gedenkstättenpädagogik und Gegenwartsbezug – Selbstverständigung und Konzeptentwicklung“ geben hierbei Impulse für die Arbeit an historischen Orten.
Was beeinflusst meine Arbeit als Geschichtsvermittler*in? Welches Selbstverständnis und welchen Auftrag habe ich dabei? Welche Rolle spielt der historische Ort für die Geschichtsarbeit? Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen besuchen Sie auch die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt und arbeiten vor Ort am Thema. In einem Workshop werden sodann die gesammelten Erfahrungen und Ideen genutzt für die Weiterentwicklung von Methoden, die den speziellen Rahmenbedingungen und Herausforderungen der politischen Bildungsarbeit im Bereich der Aufarbeitung der SED-Diktatur gerecht werden. Dies bietet auch die Chance, eine stärkere Vernetzung der Akteure zu initiieren. Das Seminar findet in Weimar und Erfurt statt und richtet sich insbesondere an Leitungspersonen sowie langjährig in der Pädagogik tätige Mitarbeiter*innen von Museen, Gedenkstätten und Aufarbeitungsinitiativen der SED-Diktatur.

Weiter Informationen zum Programm, zur Anmeldung und den Teilnahmegebühren finden Sie hier. 

An Diktaturen den Wert der Demokratie erkennen 

Der Landesbeauftragte bietet im Rahmen von Vorträgen, Veranstaltungen, Publikationen, Ausstellungen, gruppenspezifischen Weiterbildungen oder Buchlesungen ein breites Angebot an „klassischen“ Bildungsformen. Außerdem werden eigene thüringengeschichtliche Forschungen und Analysen im Zusammenhang mit dem Wirken der Staatssicherheit und des SED-Regimes erarbeitet. Bürger, Behörden, Journalisten, Lehrer und Forscher erhalten zu allen Themen der Aufarbeitung des Wirkens der Staatssicherheit und weiterer Folgewirkungen der SED-Diktatur Beratung.

IMG 0353Veranstaltungen in Form von Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Buchlesungen, Kunstprojekten oder Tagungen werden thüringenweit organisiert, darunter der jährliche Bundeskongress mit den Opferverbänden. In den vergangenen Jahren wurden wöchentlich mehrere Besucherführungen am historischen Ort der Stasi-Haftanstalt Erfurt sowie jährlich mehrmonatige Sommer-Projekte angeboten. Die ehemalige Stasi-Haftanstalt Erfurt war seit Anfang 2010 wegen Umbau geschlossen, nunmehr befindet sich hier die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße.

 

Zeit- und regionalgeschichtliche Aufarbeitung 

Panorama Zoom WebSeit 1994 erscheinen in der TLStU-Buchreihe Erinnerungen von politisch Verfolgten, Studien zur Staatssicherheit und regionalgeschichtlichen Themen sowie Quelleneditionen. Regelmäßig werden hier Neuerscheinungen vorbereitet und verbreitet. Broschüren unter 120 Seiten sind für kostenfrei.

Für Schulen werden Quellen-Zeitzeugen-Projekte, die Betreuung von Seminarfacharbeiten und schülergerechte Veranstaltungen aller Art auf Anfrage angeboten.
In regelmäßigen Abständen entstehen Wanderausstellungen, die in Thüringer Rathäusern, Gedenkstätten etc. gezeigt werden. Außerdem gibt es eine Behördenbibliothek mit den Sammlungsschwerpunkten: Geschichte zwischen 1945 und 1990, Staatssicherheit, Thüringen, Aufarbeitung, Rechtsfragen, Osteuropa und Einheit.

Die Zusammenarbeit mit Zeitzeugen und die enge Verzahnung mit der Beratung und Unterstützung für politisch Verfolgte ermöglichen ein breites Angebot lebensgeschichtlicher und anschaulicher Aufarbeitungsprojekte. Regelmäßige Forschungsprojekte geben die Grundlage für Angebote und Auskünfte zu Sachfragen über das Funktionieren des SED-Regimes in Thüringen vom Grenzregime über das Wirken der Staatssicherheit bis hin zu Ereignissen im Umfeld des 17. Juni, des Prager Frühlings, der Revolution 1989/90 etc.

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Interaktive Karte
Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Cover Bericht

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

Der Landesbeauftragte auf Facebook:

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Beratungsangebote

Persönliche Beratung und telefonische Anfragen sind zu den aufgeführten Sprechzeiten möglich.

Ihr persönlicher Beratungstermin

Bundesstiftung Aufarbeitung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

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