Donnerstag, 21.Oktober 2021

LBFT Marke RGB online

 
Buchpremiere Erfurt 2019 klein

Buchlesung und Gespräch mit Petra Riemann

Mittwoch, 28. April 2021, 19 Uhr

 

Im Sommer 2013, mitten im Bundestagswahlkampf, berichtet die „WELT am Sonntag“: Der bekannte DDR-Schauspieler Lutz Riemann arbeitete als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) für den Auslandsnachrichtendienst der Staatssicherheit. Unter dem Decknamen „Richard König“ habe er in den 1970er Jahren Peer Steinbrück bespitzelt und auch Künstlerkollegen in Thüringen ausspioniert. Nicht nur den SPD- Kanzlerkandidaten trifft die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Auch die Tochter des Schauspielers, Petra Riemann, ist schockiert. Sie kann nicht glauben, dass ihr Vater ein linientreuer IM war, der ans Ministerium für Staatssicherheit berichtete. Im Gegenteil: Sie kennt ihn als feinsinnigen Künstler, als einen Aufrechten, der sich nicht verbiegen lässt, als liberalen Familienvater, der seine Kinder zum freien Denken und zum Widerspruch in der Diktatur ermunterte.

Buchcover Riemann kleinLutz Riemann, unter anderen bekannt als „Oberleutnant Zimmermann" aus der DDR-Krimi-Reihe „Polizeiruf 110“, gibt seine Stasi-Tätigkeit 2013 unumwunden zu. Und die Tochter fragt ihn nach dem „Warum?“. Eine Antwort bekommt sie nicht. Also beginnt Petra Riemann mit eigenen Recherchen. Sie stellt einen Forschungsantrag beim Stasi-Unterlagen-Archiv in Berlin. Plötzlich entwickelt die Recherche eine Eigendynamik. Kindheitsfreunde, die Petra Riemann seit Jahrzehnten nicht mehr sah, Bekannte, Verwandte, Arbeitskollegen treten plötzlich wieder in ihr Leben und geben „Richard König“ ein Gesicht. Die Berichte des IMs und das besondere Wissen der Autorin über persönliche Verbindungen legen beredtes Zeugnis ab über das Ausmaß der „Zersetzungsarbeit“ unter den Thüringer Künstlern.

Petra Riemann, Jahrgang 1968, geboren in der DDR, hat ihre Familiengeschichte aufgearbeitet. Sie verschafft sich damit Klarheit über die eigene Vergangenheit und über die Beziehung zu ihrem Vater. Als Ergebnis ihrer jahrelangen Recherchen entsteht das Buch „Die Stasi, der König und der Zimmermann“.

Aus diesem Buch liest die Autorin im Sprechwechsel mit ihrem Mann, dem Journalisten Torsten Sasse, am Mittwoch, den 28. April 2021, 19 Uhr in einer Online-Lesung.

Moderiert wird die Lesung und das anschließende Gespräch vom Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Dr. Peter Wurschi.

 

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

 

Hinweis zur Veranstaltung
Wir weisen darauf hin, dass die Veranstaltung Online über die Plattform Zoom stattfindet.

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme an der Veranstaltung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.Sie erhalten dann eine Bestätigungsmail und 24 Stunden vor der Veranstaltung einen persönlichen Zugangslink.

Über die Plattform Zoom können Sie auch Fragen und Kommentare an die Autorin und den Moderator adressieren, die wir gern in die Diskussion einbringen.Für die Teilnahme benötigen Sie einen stabilen Internetzugang, Kamera, Lautsprecher und/oder ein Mikrofon.

Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen http://thla-thueringen.de/images/ThLA_Erklaerung_DSGVO.pdfFür die Verwendung der Software Zoom übernimmt der ThLA keine Haftung.

Die geltenden Datenschutzrichtlinien von Zoom finden Sie unter folgendem Link https://zoom.us/docs/de-de/privacy-and-security.html

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden Sie auf der Website der Autorin: https://stasi-koenig-zimmermann-dasbuch.de/

ThLA-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen?

Geben Sie einen Suchbegriff ein:

> Alle Dienstleistungen


Interaktive Karte
Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Beratungstermine Sidebar 2020

Seiten aus Taetigkeitsbericht ThLA 2019 20

Kontakt

Thüringer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

Der Landesbeauftragte auf Facebook:

FB f Logo blue 100

Bundesstiftung Aufarbeitung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

Cover Gerbergasse18 Heft 93