Samstag, 19.Oktober 2019

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IMG 3073Am 29. Mai hat der Landesbeauftragte eine Tagung zum „Fonds Heimerziehung in der DDR“ im Thüringer Landtag veranstaltet. Auf der Tagung haben Expert*innen aus Politik und Wissenschaft Bilanz zu dem Fonds gezogen und sich mit Betroffenen über die Arbeit von Beratungsstellen, Möglichkeiten der Selbsthilfe und der wissenschaftlichen Aufarbeitung ausgetauscht.

Vor allen Dingen in DDR-Spezialheimen (etwa in Jugendwerkhöfen, im Besonderen im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau) wurde erzieherischer Missbrauch mit dem Ziel der politischen Umerziehung angewendet. Menschen, die zu DDR-Zeiten in einem Kinder- oder Jugendheim der DDR waren und dort schweres Unrecht erlitten haben, konnten deshalb bis Ende 2018 Entschädigungszahlungen aus dem „Fonds Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990" erhalten. Seit 2012 wurden diesbezüglich allein in Thüringen über 24.000 Beratungsgespräche mit Betroffenen geführt, deren Erlebnisse ihrer Kindheit und Jugend besprochen und Ansprüche an den Fonds geklärt. Mehr als 4.000 ehemalige Heimkinder haben in Thüringen Leistungen aus dem Fonds erhalten.
Die tiefsitzenden persönlichen Erinnerungen bleiben jedoch bestehen. Oftmals wurde erst durch die Existenz des Heimkinderfonds eine Auseinandersetzung mit der frühen Biografie begonnen. „Mit dem Ende des Fonds kann das Kapitel Heimerziehung in der DDR nicht abgeschlossen werden, vielmehr müssen nachhaltige Hilfsansätze entwickelt und etabliert werden, die den Betroffenen die Möglichkeit geben, aktiver am gesellschaftlichen Alltag teilzuhaben“, erläutert der Landesbeauftragte Dr. Peter Wurschi dazu.

In Thüringen stehen trotz Auslaufens des Fonds und unabhängig von der Veranstaltung weiterhin Beratungsangebote für ehemalige Heimkinder zur Verfügung. Die Thüringer Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige DDR-Heimkinder befindet sich in der Wallstr. 18 (Thüringenhaus / Eingang C) in 99084 Erfurt.
Sofern Betroffene heute in Thüringen leben und wohnen, können sie sich dort an die Berater*innen Katrin Oswald und Ingo Greßler wenden, erreichbar unter 0361 21300-40 und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

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Tel.: 0361 57 3114-951
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Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

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für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

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